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Demonstranten, die am 29. Januar 2011 auf einem Armee-Lastwagen in der Innenstadt von Kairo stehen

Die Protestbewegungen, die 2011 den gesamten arabischen Raum entfachten, jähren sich zum achten Mal. Was verheißungsvoll begann hatte weitreichende Konsequenzen und ganz unterschiedliche Ergebnisse zur Folge. Letztlich ist auch das Europa der letzten Jahre nur mit den Ereignissen von 2011 zu verstehen.
Eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse seit 2011 und ein Ausblick auf Kommendes in der arabischen Welt.

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Ein Mann in weißem Gewand und vermumtem Gesicht sitzt vor seinem teilbefestigten Wohnzelt. Im Vordergrund ein kleiner Toilettencontainer.

Camps für Geflüchtete sind einerseits notwendig um denjenigen, die vor Gewalt und Verfolgung fliehen, ein sicheres Leben zu ermöglichen. Trotzdem sind sie politisch häufig nicht gewollt oder befinden sich in finanzschwachen Staaten und demnach bleibt die Infrastruktur trotz jahrelangem Bestehens meist unterentwickelt. Seit einigen Jahren setzt aber ein Umdenken ein.

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Ein Geflüchteter hält seine beiden von der Polizei zerstörten Handys in den Händen.

Unser Einsatz im Bosnien-Herzegowinas Hauptstadt liegt bereits ein paar Monate zurück, die Situation der dort lebenden Geflüchteten ist für uns deswegen aber nicht aus dem Blickfeld verschwunden. Dass Pushbacks keine Fälle von Fehlverhalten einzelner Grenzbeamt*innen sind, legen neue, detaillierte Berichte nah. Basierend auf empirischen Untersuchungen zeigen sie, dass gewaltsame Zwangsrückführungen einem System folgen.

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Ein Plakat der rechten Identitären fordert Syrer auf in ihr Heimatland zurückzukehren um es wieder aufzubauen.

Es ist immer dasselbe: Sobald die Meldung über das vermeintliche Ende von Kriegen und bewaffneten Konflikten die Runde macht, sollen die Geflüchteten aus den betroffenen Regionen bitte schnell wieder nach Hause. Ganz gleich, ob es dieses zu Hause überhaupt noch gibt, die Sicherheit gewährleistet ist oder ein Leben vor Ort überhaupt möglich ist. So war und ist es mit Afghan*innen und genauso werden die Rufe bei Syrer*innen laut. Warum diese Rufe die Realität verkennen erklärt Kristof Kietzmann.

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Ein Weg im eingezäunten Geflüchtetencamp al-Hol mit Zelten des UNHCR im Hintergrund. ©CADUS

Das Geflüchtetenlager al-Hol in Nordostsyrien ist nach den Kämpfen gegen die letzten Überreste des IS komplett überfüllt und jegliche Struktur überlastet. Die gemeinsame Unterbringung von IS-Angehörigen und deren ehemaligen Opfern sorgt immer wieder für Konflikte unter den Bewohner*innen. Angesichts dessen stellt manche*r sich vielleicht die Fragen: Wie mit Verletzten oder Kranken umgehen, die sich über jegliche Grundnormen menschlichen Zusammenlebens hinweggesetzt haben? Warum denen helfen, die möglicherweise über Jahre aus Überzeugung ein System unterstützt haben, dass unglaublich viel Leid und Zerstörung verursacht hat?

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Eine Rettungstasche wird für den Einsatz gepackt. ©Christoph Löffler

CADUS e.V. hilft beim Bau eines Feldkrankenhauses im Flüchtlingscamp Al-Hol in Nordostsyrien. Die Medizinische Versorgung ist eines der Hauptprobleme in dem mit über 75.000 Menschen hoffnungslos überfüllten Camp. Der Zusammenbruch des IS ist einer der Hauptgründe, weshalb seit kurzem so viele Menschen in diesem Camp sind.

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Ein Patient wird von unserem medizinischen Team behandelt. ©Selene Magnolia

Unsere Emergency Response in Sarajevo, Bosnien ist nach vier Monaten beendet. Unser Projektkoordinator fasst die Situation, die Herausforderungen und unseren Einsatz vor Ort noch einmal zusammen.

Adrian Knöpfel

Blick in eine Straße des Geflüchtetenscamps Bajed Kandala, Nordirak Juni 2018

Der Islamische Staat (IS) sei besiegt, so heißt es derzeit überall. Mit großen Opfern haben es die Menschen in Irak und Syrien geschafft, die Terrororganisation zu entmachten. So groß die Freude über die Nachricht angesichts der verübten Gräueltaten des IS auch ist, sie sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Region vor massiven Problemen steht. Und dass die Gefahr nicht gebannt ist.

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Das Cadus-Team belädt ein Einsatzfahrzeug in Sarajevo 2019 ©Christian Vagt

Unser Einsatz in Sarajevo, Bosnien ist nach vier Monaten beendet. Hunderten Menschen konnten wir helfen und dank eurer Unterstützung über 2600 Behandlungen durchführen.

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Zwei Männer unterhalten sich vor einem geöffneten Motorraum eines Fahrzeugs

Tausende Geflüchtete stecken auf ihrem Weg ins Herz Europas in Bosnien-Herzegovina fest. Als Mitglied unserer Emergency Response ist Jonas in Sarajevo im Einsatz und erzählt uns in einem persönlichen Bericht von seinen Erfahrungen.

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